Loslegen

Während einige Unternehmen Odoo von ihrem ersten Geschäftstag an nutzen, müssen viele Unternehmen von einer bestehenden Buchhaltungssoftware auf Odoo umsteigen. Für Unternehmen, die direkt mit Odoo beginnen, ist der Ablauf deutlich einfacher, erfordert jedoch dennoch die folgenden Schritte:

Der Prozess für Unternehmen, die auf Odoo umsteigen, umfasst dieselben Schritte sowie den Import von Eröffnungsbuchungen.

Zeitpunkt der Durchführung

Allgemeine Kategorie

Spezifische Aufgabe

Bei Erstellung der Datenbank/des Unternehmens

Steuerliche Lokalisierung

Lokalisierung überprüfen

Vor der Einführung

Buchhaltungsstammdaten

Zusätzliche Stammdaten

Buchhaltungskonfigurationen

Unternehmensinformationen
Periodizität der Steuererklärung
Steuerrundung und Einbeziehung in Preise
Standardkonten
Enddatum des Geschäftsjahrs
Belegnummerierung

Zum Zeitpunkt der Implementierung

Eröffnungsbuchungen

Bemerkung

Der Übergang von einem Altsystem zu Odoo Finanzen ist komplex und kann sich von Unternehmen zu Unternehmen stark unterscheiden. Während diese Anleitung die grundlegenden Schritte des Prozesses beschreibt, ermöglichen Ihnen die Success Packs von Odoo individuelle Unterstützung bei der optimalen Anpassung des Prozesses an die Anforderungen Ihres Unternehmens. Fortgeschrittene Benutzer können diese Anleitung als Leitfaden für den Wechsel zu Odoo Finanzen nutzen, sollten jedoch beachten, dass individuelle Anforderungen möglicherweise hier nicht abgedeckt sind.

Tipp

Es wird empfohlen, diesen Prozess in einer Testdatenbank zu üben und parallel zu Ihren bisherigen Buchhaltungsabläufen zu arbeiten, falls Probleme auftreten.

Bei Erstellung der Datenbank/des Unternehmens

Finanzlokalisierungspakete sind länderspezifische Module, die vorkonfigurierte Steuern, Steuerpositionen, Kontenpläne und gesetzliche Berichte in Ihrer Datenbank installieren. Je nach den Anforderungen Ihrer Finanzverwaltung werden der Finanzen-App auch einige zusätzliche Funktionen hinzugefügt, wie z. B. die Konfiguration bestimmter Zertifikate.

Basierend auf dem bei der Erstellung der Datenbank ausgewählten Land wird automatisch ein Steuerlokalisierungspaket installiert. Für manche Länder gibt es mehrere Steuerlokalisierungspakete für unterschiedliche Unternehmenstypen. Vergewissern Sie sich daher, dass das richtige Paket installiert ist. Gehen Sie dazu zu Buchhaltung ‣ Konfiguration ‣ Einstellungen und überprüfen Sie, ob im Feld Paket im Abschnitt Steuerlokalisierung die richtige Lokalisierung eingestellt ist.

Warnung

Die Auswahl eines anderen Pakets ist nur möglich, wenn noch keine Journalbuchung gebucht wurde.

Vor der Implementierung

Buchhaltungsstammdaten

Stammdaten sind Daten, auf die sich andere Datensätze stützen. Eine Rechnung erfordert beispielsweise einen Kunden; der Kunde (oder Kontakt) gehört zu den Stammdaten. Da andere Datensätze auf Stammdaten basieren, ist die Reihenfolge entscheidend, in der Buchhaltungsdaten – ob manuell oder per Import – nach Odoo übertragen werden.

Kontenplan

Der Kontenplan ist die Grundlage aller Buchhaltungsdatensätze und muss daher vor anderen Datenbankdatensätzen angelegt werden. Jede Steuerlokalisierung enthält einen Standardkontenplan, die meisten Unternehmen verfügen jedoch über einen eigenen Kontenplan mit eigenen Konten. Einige dieser Konten dienen wahrscheinlich demselben Zweck wie Odoo-Standardkonten, haben aber möglicherweise einen anderen Namen und/oder Code. Für andere Konten gibt es im Odoo-Standardkontenplan möglicherweise kein entsprechendes Konto. Diese beiden Kontenarten sollten unterschiedlich gehandhabt werden:

  • Für Konten in Ihrem Kontenplan, für die es ein entsprechendes Konto im Odoo-Standardkontenplan gibt, passen Sie einfach den Kontonamen und/oder Kontocode des Odoo-Standardkontos an Ihre eigenen an.

  • Für Konten in Ihrem Kontenplan, für die es kein entsprechendes Konto im Odoo-Standardkontenplan gibt, legen Sie diese manuell an oder importieren Sie sie.

Tipp

Kontocodes müssen, sofern verwendet, pro Kontenplan eindeutig sein. Stellen Sie daher sicher, dass neu erstellte oder importierte Konten nicht denselben Code wie ein bestehendes Konto haben.

Gefahr

Da bestimmte Standardkonten als Standardkonten für verschiedene Felder festgelegt sind (bei Produkten, Produktkategorien, Kontakten und in den Buchhaltungseinstellungen), kann das Löschen oder Ändern ihres Kontotyps grundlegende Prozesse wie die Rechnungserstellung beeinträchtigen. Anstatt Konten im Odoo-Standardkontenplan zu löschen, benennen und codieren Sie sie einfach um.

Währung

Falls über die Standardeinstellung der Steuerlokalisierung des Unternehmens hinaus weitere Währungen erforderlich sind, aktivieren Sie diese. Wechselkurse können so eingestellt werden, dass sie im Abschnitt Währungen der Buchhaltungseinstellungen automatisch aktualisiert werden.

Journale

Standardmäßige Journale wie ein Verkaufsjournal, ein Einkaufsjournal, ein Bankjournal und mehr werden standardmäßig erstellt. Sie können jedoch zusätzliche Journale anlegen, um verschiedene Situationen zu verwalten, darunter:

  • Erfassung von Einnahmen über mehrere Verkaufsjournale

  • Führen mehrerer Bankkonten mit jeweils eigenem Journal

  • Verwaltung von Darlehen, Steuererklärungen, Gehaltsabrechnungen und mehr über sonstige Journale

Die Erfassung von Zahlungen in Bank-, Bar- und Kreditkartenjournalen kann je nach Konfiguration des Journals Journalbuchungen erzeugen oder nicht. Standardmäßig werden für Zahlungen keine Journalbuchungen erstellt. Um ein Journal so zu konfigurieren, dass Zahlungen erzeugt werden, legen Sie für die Zahlungsmethoden des Journals Konten für ausstehende Zahlungen fest.

Bemerkung

Um mit der elektronischen Rechnungsstellung zu beginnen, folgen Sie den beiden Einrichtungslinks auf der Journalkarte Verkauf im Dashboard Buchhaltung: Konfigurieren Sie Ihre Unternehmensdaten und aktivieren Sie das E-Invoicing-System. Beachten Sie, dass die spezifischen Anforderungen je nach Ihrer steuerlichen Lokalisierung variieren können.

Steuerpositionen

Steuerpositionen ermöglichen es Ihnen, Produkte so zu konfigurieren, dass je nach kaufendem oder verkaufendem Kunden oder Lieferanten unterschiedliche Ertrags-/Aufwandskonten verwendet und unterschiedliche Steuern angewendet werden. Sie können auch so eingerichtet werden, dass sie basierend auf dem Standort des Kunden oder Lieferanten automatisch angewendet werden. Standardmäßige Steuerpositionen sind bei der Installation eines Steuerlokalisierungspakets enthalten, bestehende Steuerpositionen können jedoch angepasst und neue manuell erstellt werden.

Steuern

Steuern interagieren mit vielen verschiedenen Aspekten der Buchhaltung, darunter Steuerpositionen, Konten und Produkte. Standardsteuern sind bei der Installation eines Steuerlokalisierungspakets enthalten, bestehende Steuern können jedoch angepasst und neue manuell erstellt werden.

Zahlungsbedingungen

Zahlungsbedingungen regeln die Zahlungsmodalitäten für Datensätze wie Verkaufs- und Einkaufsaufträge, Kundenrechnungen und Lieferantenrechnungen. Mit Zahlungsbedingungen können Sie auch Ratenzahlungspläne definieren, wenn Zahlungen für einen Datensatz in mehreren Raten erfolgen sollen.

Da beide dazu dienen festzulegen, wann die Zahlung fällig ist, schließen sich Zahlungsbedingungen und Fälligkeitsdaten gegenseitig aus: Ein Datensatz kann nur das eine oder das andere haben.

Zusätzliche Stammdaten

Produkte und Produktkategorien

Importieren Sie Ihre Produkte und Produktkategorien oder erstellen Sie sie manuell. Mehrere Felder im Produktkategorie-Formular beziehen sich auf die Buchhaltung, darunter:

  • Kalkulationsmethode

  • Bestandsbewertung

  • Ertragskonto

  • Aufwandskonto

  • Bestandskonto

  • Preisdifferenzkonto (nur verfügbar für Produktkategorien, die Laufend (bei Rechnungsstellung) für ihre Bestandsbewertung verwenden)

Standardmäßig erben Produkte ihr Ertragskonto und Aufwandskonto von ihrer Produktkategorie, aber diese Konten können auf jedem Produktdatensatz überschrieben werden. Weitere Felder auf dem Produktformular beziehen sich ebenfalls auf die Buchhaltung, darunter:

  • Abrechnungspolitik

  • Verkaufssteuern

  • Kosten (was besonders für den Import des Eröffnungsbestands wichtig ist)

  • Lieferantensteuern

Tipp

Importieren Sie Produktkategorien vor den Produkten, damit die Kategorie jedes Produkts beim Produktimport angegeben werden kann.

Banken und Bankkonten von Kontakten

Um Zahlungen an Lieferanten zu senden (wie mit SEPA-Überweisung oder NACHA-Dateien) und Zahlungen von Kunden per SEPA-Lastschrift einzuziehen, muss das Bankkonto des Kunden oder Lieferanten in dessen Kontaktdatensatz hinterlegt sein.

Importieren Sie die Banken und Bankkonten Ihrer Kontakte oder erstellen Sie sie manuell.

Kontakte

Importieren Sie Ihre Kontakte oder erstellen Sie sie manuell. Mehrere Felder auf dem Kontaktformular wirken sich auf die Buchhaltungsdatensätze des Kontakts wie Kunden- und Lieferantenrechnungen aus, darunter:

Accounting configurations

The following primary accounting configurations are crucial to successfully setting up accounting records. The majority of these are found in the Accounting settings and accessible via Accounting ‣ Configuration ‣ Settings.

  • Company information, such as its name, address, tax ID, company ID, logo, phone, and email address

  • Periodizität der Steuererklärung

  • Rounding Method: Choose whether the total tax amount is rounded per line or per tax in the Taxes section of the Accounting settings.

  • Prices: Choose whether prices are Tax Excluded or Tax Included by default in the Taxes section of the Accounting settings.

  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (Standard-AGB)

  • Default accounts: Default accounts can be set in the following two sections of the Accounting settings:

    • Default accounts: Additional default accounts beyond those configured for each journal

    • Inventory valuation: Other default accounts regarding both inventory valuation and manufacturing accounting

  • Enddatum des Geschäftsjahres

  • Rechnungssequenz

Zum Zeitpunkt der Implementierung

Eröffnungsbuchungen

Unternehmen, die mit bestehenden Kontosalden, offenen Ausgangs- und Eingangsrechnungen sowie einem Anfangsbestand zu Odoo wechseln, müssen diese Eröffnungsbuchungen in ihrer Odoo-Datenbank erfassen, damit sie korrekt dargestellt werden.

Der Import einer Eröffnungssaldenliste und offener Ausgangs-/Eingangsrechnungen birgt Komplikationen, da es bei fehlerhafter Ausführung zu doppelten Werten führen kann.

Example

Ein Unternehmen weist auf seinem Debitorenkonto einen aktuellen Saldo von 1000 $ auf, was den 1000 $ entspricht, die ihm für seine offenen Rechnungen geschuldet werden.

Wenn sowohl diese offenen Rechnungen als auch der Saldo des Debitorenkontos ohne Änderungen in Odoo erstellt werden, weist das Debitorenkonto fälschlicherweise einen Saldo von 2000 $ auf:

  • 1000 $ aus der Eröffnungssaldenliste des Debitorenkontos

  • 1000 $ aus der Erstellung der offenen Rechnungen in Odoo

Dasselbe gilt für offene Lieferantenrechnungen und das Kreditorenkonto.

Um diesen Fehler zu vermeiden, verwenden Sie Verrechnungskonten. Dabei handelt es sich um Konten, die den Betrag vorübergehend aufnehmen, bevor er ausgeglichen (oder „abgestimmt“) wird.

Zeitpunkt der Umstellung

Es gibt drei Optionen für den Zeitpunkt der Umstellung Ihrer Buchhaltungsabläufe auf Odoo:

  • Am Ende des Geschäftsjahres: Dies ist die einfachste Option, da sie die zu übertragende Datenmenge minimiert.

  • Am Ende des Steuerzeitraums: Bei dieser Option können Sie wählen, ob Sie alle Buchungen der vergangenen Periode oder nur den Saldo jedes Kontos am Ende der Periode buchen möchten.

  • Mitten im Steuerzeitraum: Diese Option wird nicht empfohlen, da sie zusätzlichen Aufwand und Komplikationen verursacht. Die Aufteilung eines Steuerzeitraums auf eine Altanwendung und Odoo verkompliziert die Steuererklärung, da die Daten aus beiden Systemen zusammengeführt werden müssen.

Bereiten Sie die folgenden Dokumente aus Ihrem vorherigen System bzw. Ihren vorherigen Systemen vor:

  • Eröffnungskontensalden

  • Offene (unbezahlte) Ausgangsrechnungen und Gutschriften

  • Offene (unbezahlte) Eingangsrechnungen und Erstattungen

  • Anfangsbestand

Bemerkung

Wenn Buchungssätze durch die Verwendung der Abrechnungs-App oder Lagerbuchungen in einem System mit automatischer Bestandsbewertung erstellt wurden, verwenden Sie die Funktion Stichtag für Rechnungsstellung in den Buchhaltungseinstellungen, um alle Buchungssätze vor dem angegebenen Datum zu stornieren und mit einem bereinigten Hauptbuch zu beginnen. Geben Sie außerdem den entsprechenden Anfangssaldo auf dem ersten Auszug jedes Bankjournals ein, sodass er mit dem aktuellen Bankkontostand übereinstimmt.

Warnung

Bevor Sie mit der Erstellung der Eröffnungsbuchungen in Odoo beginnen, stellen Sie sicher, dass die Daten die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Die Summe der Eröffnungssalden aller Debitorenkonten muss der Summe der offenen Kundenrechnungen abzüglich der Gutschriften entsprechen.

  • Die Summe der Eröffnungssalden aller Kreditorenkonten muss der Summe der offenen Lieferantenrechnungen abzüglich der Rückerstattungen entsprechen.

  • Die Summe der Eröffnungssaldowerte aller Bestandskonten muss der Summe des Bestandswerts entsprechen (berechnet durch Multiplikation der Produktkosten mit der Produktmenge für jedes Produkt und anschließende Summierung).

  • Die Eröffnungsbilanz selbst muss ausgeglichen sein.

Offene Kunden- und Lieferantenrechnungen

Unternehmen, die zu Odoo wechseln, müssen ihre offenen (d. h. bestehenden, aber noch nicht vollständig bezahlten) Kunden- und Lieferantenrechnungen (sowie etwaige Gutschriften oder Rückerstattungen) in Odoo importieren oder manuell erstellen, damit beim Übergang keine Rechnung verloren geht. Der Import dieser Datensätze läuft für Kunden- und Lieferantenrechnungen weitgehend gleich ab und erfolgt in drei Schritten:

  1. Kunden-/Lieferantenrechnungen vorbereiten

  2. Kunden-/Lieferantenrechnungen bestätigen

  3. Kunden-/Lieferantenrechnungen importieren

Bemerkung

Der Einfachheit halber wird empfohlen, jede Rechnung/Lieferantenrechnung nur mit dem fälligen Gesamtbetrag und nicht mit einzelnen Rechnungszeilen zu importieren. Dadurch werden häufige Fehler vermieden, wie etwa dass Steuerkonten für denselben Datensatz doppelt bebucht werden.

Kunden- und Lieferantenrechnungen vorbereiten

Bereiten Sie die offenen Kunden- und Lieferantenrechnungen mithilfe der in Odoo verfügbaren Importvorlage vor. Um auf die Importvorlagen zuzugreifen:

  • Gehen Sie für Kundenrechnungen und Gutschriften zu Buchhaltung ‣ Kunden ‣ Rechnungen, klicken Sie auf das Symbol (Aktionen) und dann auf Importieren. Klicken Sie auf Vorlage für Kundenrechnungen, um die Vorlage herunterzuladen.

  • Gehen Sie für Lieferantenrechnungen und Rückerstattungen zu Buchhaltung ‣ Lieferanten ‣ Rechnungen, klicken Sie auf das Symbol (Aktionen) und dann auf Importieren. Klicken Sie auf Vorlage für Lieferantenrechnungen, um die Vorlage herunterzuladen.

Bereiten Sie die folgenden Felder vor:

Feld

Beschreibung

Partner

Kundenname (muss genau mit einem Kontaktdatensatz in Odoo übereinstimmen)

Nummer

Rechnungsnummer (z. B. BILL/2026/00001): Diese Nummer darf in dieser Datenbank noch nicht vorhanden sein, andernfalls muss sie neu nummeriert werden

Referenz

(Optional) Rechnungsreferenz (d. h. der Name des Dokuments, mit dem diese Rechnung erstellt wurde)

Ein-/Ausgangsrechnungsdatum

Datum, an dem die Rechnung erstellt wurde. Stellen Sie sicher, dass das Jahr in Nummer und das Jahr in diesem Feld übereinstimmen, um Fehler zu vermeiden.

Frist

Fälligkeitsdatum der Rechnung/Lieferantenrechnung. Jede Rechnung/Lieferantenrechnung kann entweder ein Fälligkeitsdatum oder Zahlungsbedingungen haben, aber nicht beides.

Zahlungsbedingungen

Die Zahlungsbedingungen der Rechnung/Lieferantenrechnung. Jede Rechnung/Lieferantenrechnung kann entweder ein Fälligkeitsdatum oder Zahlungsbedingungen haben, aber nicht beides. Zahlungsbedingungen werden für offene Rechnungen/Lieferantenrechnungen nur empfohlen, wenn sie mit Ratenzahlungen verwendet werden.

Journal

(Optional) Der Journalname, wenn mehrere Verkaufsjournale oder mehrere Einkaufsjournale vorhanden sind

Rechnungszeilen / Bezeichnung

Eine Bezeichnung für die Rechnung (z. B. Offene Rechnungen)

Rechnungszeilen / Konto

Das Verrechnungskonto für Forderungen

Rechnungszeilen / Einzelpreis

Der gesamte fällige Betrag der Rechnung. Wenn Teilzahlungen geleistet wurden, gilt dies für den verbleibenden fälligen Betrag (d. h. Gesamtbetrag abzüglich Teilzahlungen).

Währung

Währung, in der die Rechnung ausgestellt wurde (falls abweichend von der Unternehmenswährung). Wenn Sie offene Rechnungen mit unterschiedlichen Währungen importieren, erstellen Sie vor dem Import für jede Rechnung in einer anderen Währung einen historischen Wechselkurs.

Tipp

Um Konten ohne Verwendung von Kontocodes zu identifizieren, ersetzen Sie das Feld Rechnungszeilen / Konto durch Rechnungszeilen / Konto / Externe ID und identifizieren Sie das Konto anhand seiner externen ID.

Rechnungen und Lieferantenrechnungen validieren

Validieren Sie die folgenden Aspekte der offenen Rechnungen, Lieferantenrechnungen, Gutschriften und Rückerstattungen:

  • Die Summe der offenen Lieferantenrechnungen abzüglich der Summe der offenen Rückerstattungen entspricht dem Saldo der Verbindlichkeiten auf dem Verbindlichkeitenkonto der Eröffnungsrohbilanz.

  • Die Summe der offenen Rechnungen abzüglich der Summe der offenen Gutschriften entspricht dem Saldo der Forderungen in der Eröffnungsrohbilanz.

  • Prüfen Sie auf negative Kunden- und Lieferantenrechnungen:

    • Wenn Rechnungen negative Beträge aufweisen, handelt es sich um Gutschriften, die separat als positiver Wert im Menü Buchhaltung ‣ Kunden ‣ Gutschriften importiert werden sollten. Ändern Sie die Nummer von INV/YEAR/NUMBER in RINV/YEAR/NUMBER und ändern Sie (optional) die Referenz in Reversal of: [INV Number].

    • Ebenso handelt es sich bei Lieferantenrechnungen mit negativen Beträgen um Rückerstattungen, die separat als positiver Wert im Menü Buchhaltung –> Lieferanten –> Rückerstattungen importiert werden sollten. Ändern Sie die Nummer von BILL/YEAR/NUMBER in RBILL/YEAR/NUMBER und ändern Sie (optional) die Referenz in Reversal of: [BILL Number].

  • Auf unterschiedliche Währungen prüfen: Wenn Sie offene Rechnungen mit unterschiedlichen Währungen importieren, erstellen Sie einen historischen Wechselkurs für das Erstellungsdatum jeder Rechnung in einer anderen Währung.

Kunden- und Lieferantenrechnungen importieren

Importieren Sie die vorbereiteten Felder aus dem entsprechenden Menü:

  • Für Kundenrechnungen gehen Sie zu Buchhaltung ‣ Kunden ‣ Rechnungen.

  • Für Lieferantenrechnungen gehen Sie zu Buchhaltung ‣ Lieferanten ‣ Rechnungen.

  • Für Gutschriften gehen Sie zu Buchhaltung ‣ Kunden ‣ Gutschriften.

  • Für Lieferantengutschriften gehen Sie zu Buchhaltung ‣ Lieferanten ‣ Rückerstattungen.

Die Datensätze werden alle als Entwurf importiert. Wählen Sie in der resultierenden Listenansicht die importierten Entwurfsdatensätze aus, klicken Sie auf Aktionen und klicken Sie auf Einträge bestätigen.

Wiederholen Sie den Vorgang für jede Datensatzart (Kundenrechnungen, Lieferantenrechnungen, Gutschriften und Rückerstattungen).

Eröffnungsbestand

Bemerkung

Der Ablauf zur Erstellung einer Eröffnungszählung und der zugehörigen Bestandsbewertung ist derselbe, unabhängig vom Rechnungslegungsstandard oder von der Bewertungsmethode.

Der Import eines Eröffnungsbestands erfolgt in drei Schritten:

  1. Lagerbestand vorbereiten

  2. Lagerbestand validieren

  3. Lagerbestand importieren

Lagerbestand vorbereiten

Falls die Produktkosten bei der Produkterstellung noch nicht erfasst wurden, aktualisieren Sie diese entweder manuell im Feld Kosten auf dem Produktformular oder über einen Import zur Aktualisierung.

Tipp

Um Produkte zu importieren, die eine FIFO-Kostenrechnungsmethode mit mehreren Mengen zu unterschiedlichen Kosten verwenden, legen Sie die Kosten auf dem Produktformular fest und importieren Sie dann die Menge zu diesen Kosten. Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft wie nötig, einmal für jede abweichende Kostenhöhe.

Bereiten Sie die Anfangsbestandszählung mithilfe der in Odoo verfügbaren Importvorlage vor. Um auf die Importvorlage zuzugreifen, gehen Sie zu Lager ‣ Vorgänge ‣ Inventur, klicken Sie auf das Symbol (Aktionen) und klicken Sie auf Importieren. Klicken Sie auf Vorlage für Inventuranpassungen, um die Vorlage herunterzuladen.

Bereiten Sie die folgenden Felder vor:

Feld

Beschreibung

Produkt

Der Produktname oder die interne Referenz. Bei der Verwendung von Produktvarianten ist die Identifizierung des Produkts komplizierter, da mehrere Varianten denselben Produktnamen haben können. In diesem Fall empfiehlt es sich, die externe ID zur Identifizierung des Produkts zu verwenden und den Spaltennamen in Product / External ID zu ändern.

Gezählt

Die Produktmenge bei der Anfangsbestandszählung

Lagerort

Wenn die Funktion Lagerorte in den Einstellungen aktiviert ist, muss für jede Zeile des Anfangsbestands der Standort angegeben werden.

Los-/Seriennummer

Wenn das Produkt nach Los- oder Seriennummern verfolgt wird, geben Sie die Los- oder Seriennummer hier an. Jede eindeutige Los- oder Seriennummer erfordert eine eigene Zeile.

Das Inventar validieren

Vergewissern Sie sich, dass die Summe der Eröffnungsbilanzwerte aller Lagerkonten dem Gesamtwert des Lagerbestands entspricht. Der Wert des Lagerbestands wird berechnet, indem die Produktkosten mit der Produktmenge für jede Zeile multipliziert und anschließend summiert werden.

Example

Produkt

Gezählte Menge

Produktkosten

Gesamtwert

Schreibtisch

10

250 $

2.500 $

Tisch

8

350 $

$2800

Stuhl

15

$50

$750

Die Summe des gesamten Bestands beträgt 6050 $ (2500 $ + 2800 $ + 750 $). Der Wert des Bestandskontos in der Rohbilanz muss 6050 $ entsprechen, oder wenn es mehrere Bestandskonten gibt, muss deren Summe 6050 $ betragen.

Bestand importieren

Importieren Sie die vorbereiteten Felder:

  1. Gehen Sie zu Lager ‣ Vorgänge ‣ Inventur.

  2. Importieren Sie die Inventurzählung.

  3. Die Datensätze werden alle als Entwurf importiert. Klicken Sie in der resultierenden Listenansicht auf Alle anwenden.

  4. Geben Sie einen Inventurgrund (z. B. Eröffnungsinventur) und ein Zähldatum ein.

  5. Klicken Sie auf Mengen aktualisieren.

Eröffnungs-Rohbilanz

Die Rohbilanz ist die vollständige Liste der Konten mit ihren aktuellen Salden. Es ist wichtig, diese Daten in Odoo einzugeben, damit die Konten in Zukunft die korrekten Salden aufweisen.

Der Import einer Eröffnungs-Rohbilanz erfolgt in drei Schritten:

  1. Vorbereitung der Rohbilanz

  2. Validierung der Rohbilanz

  3. Import der Rohbilanz

Eröffnungs-Rohbilanz vorbereiten

Exportieren Sie die Rohbilanz aus Ihrer bisherigen Software. Die Rohbilanz sollte eine Liste aller Konten im Kontenplan sein, jeweils mit ihrem Saldo entweder im Soll oder im Haben.

Bereiten Sie die Eröffnungsbilanz vor, indem Sie die Informationen aus Ihrer Altanwendung in die in Odoo verfügbare Importvorlage für Buchungssätze einfügen. Um auf die Importvorlage für Buchungssätze zuzugreifen, gehen Sie zu Buchhaltung ‣ Buchhaltung ‣ Buchungssätze, klicken Sie auf das Symbol (Aktionen) und klicken Sie auf Importieren. Klicken Sie auf Vorlage für sonstige Vorgänge, um die Vorlage herunterzuladen.

Fügen Sie die Daten der Saldenbilanz mit den folgenden Feldern in die Vorlage ein:

Feld

Beschreibung

Referenz

Eine Referenz, die diesen Buchungssatz identifiziert (z. B. Eröffnungsbilanz oder ähnlich)

Datum

Das Datum dieses Buchungssatzes

Journal

Das Journal, in dem dieser Buchungssatz vorhanden sein soll. Es wird das standardmäßige sonstige Journal empfohlen.

Buchungszeilen / Konto

Der Kontocode und/oder -name

Buchungszeilen / Soll

Der Soll-Wert des Kontos in der Hauptwährung des Unternehmens. Wenn die Zeile ein Haben aufweist, sollte dieses Feld leer gelassen werden. Geben Sie nicht 0.00 oder einen negativen Wert ein.

Buchungszeilen / Haben

Der Haben-Wert des Kontos in der Hauptwährung des Unternehmens. Wenn die Zeile ein Soll aufweist, sollte dieses Feld leer gelassen werden. Geben Sie nicht 0.00 oder einen negativen Wert ein.

Buchungszeilen / Bezeichnung

(Optional) Eine Bezeichnung, die diese spezifische Zeile der Saldenbilanz identifiziert

Wichtig

  • Die Spalten Referenz, Datum und Journal beziehen sich auf den gesamten Buchungssatz. Daher sollten sie nur für die erste Zeile ausgefüllt werden, damit ein einziger Buchungssatz erstellt wird, der alle zugehörigen Buchungszeilen enthält.

  • Jede Zeile sollte nur einen Wert in entweder der Spalte Buchungszeilen / Soll oder Buchungszeilen / Haben enthalten, und die andere Spalte der Zeile sollte leer bleiben. Geben Sie in keiner Spalte 0.00 oder einen negativen Wert ein.

Tipp

Um Konten zu identifizieren, wenn Sie keine Kontocodes verwenden, ersetzen Sie das Feld Rechnungszeilen / Konto durch Buchungszeilen / Konto / Externe ID und identifizieren Sie das Konto anhand seiner externen ID.

Bearbeiten Sie die Tabellenkalkulation der Eröffnungsbilanz und ersetzen Sie die folgenden Konten durch Verrechnungskonten:

  • Forderungen –> AR Clearing (Typ = Umlaufvermögen)

  • Verbindlichkeiten –> AP Clearing (Typ = Umlaufvermögen)

Bemerkung

  • Im letzten Validierungsschritt werden die Typen der Verrechnungskonten in Nicht bilanzwirksam geändert, sodass die Kontoart nicht entscheidend ist.

  • Wenn Sie mehrere Debitoren- oder mehrere Kreditorenkonten verwenden, können diese zu einem einzigen Verrechnungskonto zusammengeführt werden.

Example

Referenz

Datum

Journal

Buchungszeilen / Konto

Buchungszeilen / Soll

Buchungszeilen / Haben

Eröffnungs-Rohbilanz

01.01.2026

Sonstiges

101404 Bank

10.000

110100 Bestandsbewertung

30 000 ₹

777777 AR-Verrechnung

5.000

131000 Gezahlte Steuern

2.000

888888 AP-Verrechnung

4.000

220000 Kreditkarte

8.000

251000 Erhaltene Steuern

6.000

400000 Produktverkäufe

24.000

690000 Sonstige Aufwendungen

5.000

Eröffnungssaldobilanz bestätigen

Stellen Sie sicher, dass die Saldobilanz die folgenden Anforderungen erfüllt:

  • Die Summe der Eröffnungssalden aller Debitorenkonten muss der Summe der offenen Kundenrechnungen abzüglich der Gutschriften entsprechen.

  • Die Summe der Eröffnungssalden aller Kreditorenkonten muss der Summe der offenen Lieferantenrechnungen abzüglich der Rückerstattungen entsprechen.

  • Die Summe der Eröffnungssaldowerte aller Bestandskonten muss der Summe des Bestandswerts entsprechen (berechnet durch Multiplikation der Produktkosten mit der Produktmenge für jedes Produkt und anschließende Summierung).

  • Die Eröffnungsbilanz selbst muss ausgeglichen sein.

Eröffnungssaldenbilanz importieren

Importieren Sie die vorbereiteten Felder.

Die Saldenbilanz wird als Entwurf importiert. Öffnen Sie in der resultierenden Listenansicht den Entwurfseintrag, überprüfen Sie ihn und klicken Sie auf Buchen.

Eröffnungstransaktionen für Bank und Kreditkarte

Bei Bank-, Kreditkarten- und Barkonten muss überprüft werden, dass der Anfangssaldo des Eröffnungskontoauszugs des Journals aktualisiert wurde, um den tatsächlichen Wert des Kontos widerzuspiegeln:

Sobald die ersten Transaktionen hinzugefügt wurden (sei es manuell, per Import oder per Banksynchronisation), erstellen Sie zur Eröffnung den Kontoauszug mit so vielen oder wenigen Transaktionen wie gewünscht. Setzen Sie den Anfangssaldo auf den korrekten Saldo des Bankkontos vor der ersten Transaktion.

Bemerkung

Löschen Sie bei der Synchronisierung von Bank- und Kreditkartenkonten alle Transaktionen vor dem Datum der Saldenbilanz, um sicherzustellen, dass der Kontosaldo korrekt ist.

Wiederholen Sie diesen Vorgang für jedes Bank-, Bar- oder Kreditkartenjournal.

Endgültige Validierung

Stellen Sie zum Abschluss der Umstellung auf Odoo sicher, dass alle Verrechnungskonten ausgeglichen sind, und entfernen Sie sie nach dem Import aus den Berichten, indem Sie ihre Kontoart in Außerbilanziell ändern.